Gruppenstunden - Bewußtheit durch Bewegung - ATM

Ich biete Gruppenstunden an
- mittwochs in meiner Praxis sowie
- donnerstag vormittag im Bildungszentrum Singen,
Zelglestr. 4, 78224 Singen. Kontakt Bildungszentrum: Telefon 07731/982590; mail: info@bildungszentrum-singen.de

Kurse in der Praxis Radolfzell
Über die Sommermonate laufen die Gruppen weitgehend kontinuierlich durch bis Mitte September (Termine s.u.) mit einer Vormittags- und einer Abendsgruppe.
Ab dem 14. September 2022 wird wieder ein neuer Kurs (10 Termine) starten mittwochs mit einer Vormittags- und einer Abendsgruppe (Kursgebühr 112.-Euro für den 10er-Block) :

- Mittwoch vormittags

  • 09.30 - 10.30 Uhr
- Mittwoch abends
  • 19.00 - 20.00 Uhr

Kurstermine über den Sommer:
Mi 29.06.2022
Mi 06.07.2022
Mi 13.07.2022
Mi 20.07.2022
Mi 27.07.2022
Mi 10.08.2022
Mi 24.08.2022
Mi 31.08.2022
Mi 07.09.2022



Bei Interesse an den Kursen in der Praxis kontaktieren Sie mich bitte unter
  • Telefon: 07732-979264

workshops
Feldenkrais - Intensivseminare 2022

Die Termine für die Intensivseminare 2022 sind

09./10.Juli 2022 und 15./16.Oktober 2022

Intensivkurs Feldenkrais Sa 09.07.2022. & So 10.07.2022: "freie Hände"

Unsere Hände sind das präziseste und gleichzeitig flexibelste Werkzeug, das wir kennen; und wir können darüber verfügen. Die Hände ertasten geringste Unterschiede, erkennen Oberflächen und die Festigkeit von Objekten. Sie sind so fein und genau, dass Uhrmacher sie für kleinste Schrauben und Werkstücke verwenden können; gleichzeitig sind sie so kräftig, dass wir mit ihnen grobe Arbeiten leisten können. Neben diesen sehr differenzierten Aufgaben haben sie auch eine ursprüngliche Funktion erhalten - sie können uns stützen.
Unsere Hände sind ein wesentlicher Kanal zur Welt. Wir kommunizieren mit Gesten, drücken mit den Händen unsere Kreativität aus, machen Kontakt zu anderen. Hände sind voll von Erinnerungen.
Damit die Hände diese ganze Vielzahl von Aufgaben ausführen können, brauchen sie eine Stabilisierung über die Schultern bis hin zu den Füssen. Es gibt keine direkte knöcherne Verbindung der Hände zur Wirbelsäule - dies ermöglicht einerseits eine große Flexibilität der Bewegungen, andererseits schleichen sich in Handfunktionen viel unnötige Haltearbeit ein. Damit die Hände in ihren Bewegungen frei und präzise werden können, müssen auch die Schultern und andere beteiligte Strukturen frei und stabil sein.

Es gibt Gründe, warum ein so großer Teil unserer Hirnrinde direkt mit den Händen verbunden sind. Die Entwicklung der Handfunktionen ist wie auch die Aufrichtung in die Vertikale und die Entwicklung der Sprache ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Entwicklung. Unsere Aktionen sind so eng mit den Händen verbunden, dass die Sprache das nicht mehr unterscheidet - absichtsvolles Tun ist "Hand"eln.

An diesem Wochenende werden wir:
- erforschen, wie die Bewegungen der Hände und Finger freier werden können
- erfahren, wie die Stützfunktion verbessert werden kann
- erforschen, wie auch leichte Bewegungen der Finger direkt mit dem Arm, der Schulter und unserer Körpermitte verbunden sind
- wahrnehmen, wie eine Reduktion der Haltearbeit der Schultern neue Freiräume für Bewegungen der Hand schafft
- erfahren, wie das Spüren unserer Hände und die Integration der Hände in unser dynamisches Selbstbild die Qualität unserer Bewegung ändert
- und wie in jeder Feldenkrais-Lektion wird es natürlich auch darum gehen: wir bewegen nicht die Hände, sondern der ganze Mensch bewegt sich.

Kurszeiten jeweils 10.00-12.30 Uhr und 14.30-17.00 Uhr, Kursgebühr 150.- Euro
Wenn Sie eine Benachrichtigung per mail wünschen, dann kontaktieren Sie mich bitte unter

  • Telefon: 07732-979264
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vergangene Seminare:

Feldenkrais- Wochenende 11.-12.12.2021:

"Schultern"

Schultern organisieren den Hintergrund unserer Handlungen. Bewegungen der Schultern können eine große Anmut ausstrahlen und die Freiheit unseres Brustkorbs begleiten. Sie können aber auch, wenn sie mit Fehlfunktionen befrachtet sind, unsere Fixierungen ausdrücken.

Die Schultern gewährleisten die Bewegungsfreiheit unserer Arme und Hände und geben diesen gleichzeitig die notwendige Stabilität. Beide Funktionen zu realisieren, ist eine große Herausforderung. Dies kann gelingen, wenn wir unsere Schultern differenziert einsetzen können.
Nachdem wir uns auf unsere Beine gestellt haben, wurden unsere Arme und Hände frei von der Stützfunktion und konnten ihre unglaubliche Geschicklichkeit entwickeln. Die anatomisch- strukturellen Veränderungen waren recht gering, die funktionellen jedoch gewaltig.
Die Schultern sind nicht direkt mit der Wirbelsäule verbunden; auch die knöcherne Verbindung der Schultern zum Brustkorb ist gering; Muskeln, Bänder und Faszien ersetzen diese knöcherne Brücke zu unserer Achse und sorgen für die nötige Stabilität. Wenn diese Muskeln aber in Haltearbeit fixiert sind, können sich die Hände nicht ausreichend flexibel und differenziert bewegen; Handlungen werden eingeschränkt, die Ausrichtung zur Welt ändert sich. Auch können die Schultern mit Funktionen betraut werden, die sie nicht leisten können, zB Verantwortung zu tragen. Verspannungen sind keine Folge muskulärer Anstrengung; die Schultern von Vierbeinern leisten eine größere Arbeit. Aber haben Katzen deshalb auch Verspannungen?

Unsere Schultern bestimmen das Ausmaß der Rotation der Arme, und damit auch, wieweit wir uns der Welt öffnen können. Wenn die Schultern frei sind, können unsere Hände eine größere Flexibilität für unsere Handlungen entwickeln. Bei freier Beweglichkeit können die Schulterblätter über die Rippen gleiten; die Schultermuskulatur kann differenziert vom Brustkorb arbeiten, die Atmung kann frei bleiben auch wenn wir die Arme einsetzen.

An diesem Wochenende werden wir:
- die Beweglichkeit der Schulterblätter neu wahrnehmen
- erforschen, wie eine freiere Beweglichkeit der Schulterblätter die Handfunktion erweitert
- Verbindungen des Schultergelenks zum Brustbein entdecken und die Funktionen des Schlüsselbeins weiter differenzieren
- erkunden, was die Schultern mit der Atmung zu tun haben
- wahrnehmen, was funktioneller Tonus der Schultermuskulatur bedeutet
- und wie in jeder Feldenkrais-Lektion wird es natürlich auch darum gehen: nicht die Schulter bewegt sich, sondern der ganze Mensch

- Juli Sa/So 25./26.07.2020
Intensivkurs Feldenkrais: "Unsere Füße - dynamische Basis für unser Handeln"

Da die Füße uns tragen, wurden die Hände durch die Aufrichtung frei zu gestalten. Die Füße tragen dabei unser Gewicht auf nur kleiner Unterstützungsfläche. An diese Aufgabe sind sie ideal angepasst: am Kreuzungspunkt zwischen der Horizontale des Bodens und der Vertikale sind sie stabil genug, dieses Gewicht zu tragen und gleichzeitig so flexibel sich an den jeweiligen Untergrund anzupassen. Sie nehmen die stützende Kraft des Bodens auf und initiieren so die Senkrechte. Das Fußgewölbe ermöglicht diese Aufrichtung sowohl in der scheinbar stabilen Situation des Stehens als auch unter den dynamischen Veränderungen des Gehens. Über 30 Gelenke bleiben dabei in dynamischer vertikaler Orientierung über den Sprunggelenken. Im aufrechten Gang bestimmt die Ausrichtung der Füße die Richtung unserer Schritte. Die Flexibilität unserer Füße und die funktionelle Verbindung mit der Körperachse realisieren die notwendigen oder gewollten Richtungsänderungen. Dies alles macht es möglich, mit unseren Füßen zu gehen, zu laufen und springen, flexibel unsere Richtung zu wechseln, zu stehen, zu tanzen und letztlich unsere Intentionen leichter zu verwirklichen. An diesem Wochenende werden wir:
- die Sensoren unserer Füße neu wahrnehmen
- entdecken, dass die Aufrichtung wie selbstverständlich über die Füße organisiert sein kann
- erforschen, wo die Kraft von den Füssen bis zum Kopf durchläuft, wo Abweichungen auftreten und alte Bewegungsmuster diese Kraft umlenken
- wahrnehmen, wie eine neue Beweglichkeit der verschiedenen Bereiche des Fußes den Bewegungsspielraum im Hüftgelenk erweitert und so das Gehen einfacher macht
- die Beziehung aufspüren zwischen der Aktivierung des Fußgewölbes und der natürlichen Spannung der anderen Kuppeln der Körperachse und wahrnehmen, wie dies zu einer leichteren und angenehmen Aufrichtung in der Senkrechte führen kann
- den Zusammenhang entdecken zwischen der Beweglichkeit unserer Füße und unserem Kontakt und Austausch mit der Welt


- Januar Sa/So 18./19.01.2020
Intensivkurs Feldenkrais: "Mitte und außen - das Zusammenspiel des Zentrums mit den Extremitäten"

Wenn unsere Mitte gut organisiert ist, kommen wir einfacher mit der Welt in Kontakt. Die Aktivität der Rumpfmuskulatur ist die Basis für die Funktion der Extremitäten. Wenn die Aktivität rumpfnah und -fern gut abgestimmt ist, dann können die Extremitäten sich so bewegen und die Sinne so ausrichten, wie unsere Aufmerksamkeit sie leitet - und wir können uns in der Welt leichter bewegen und handeln.

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Wir richten Bewegungen auf ein Ziel hin aus - so wird Bewegung zur Handlung. Unsere Aufmerksamkeit ist dabei auf die Bereiche unseres Körpers ausgerichtet, die mit der Außenwelt interagieren: Teile unserer Hände, Gesichts und Füße sowie die Ausrichtung unserer Sinne. Dabei bereitet die Muskulatur der Wirbelsäule und des Schultergürtels die Basis dafür, dass ich zB meine Hand zur Tasse führen kann.
Die Aktivität dieser wirbelsäulennahen Muskulatur ist unserer Aufmerksamkeit schlechter zugänglich. Und das ist auch gut so: nur durch Vereinfachung sind Bewegungen für unser Nervensystem zu handhaben. Die proximale Muskulatur muss "automatisch" agieren, damit meine Aufmerksamkeit frei genug ist, sich auf den Kontakt meiner Finger mit der Tasse auszurichten oder meinem Gesprächspartner zuzuhören. Wenn wir neue Tätigkeiten erlernen, haben wir diese fernen, distalen Bereiche im Blick - beim Erlernen des Schreibens haben wir darauf geachtet, wie unsere Hand den Stift hält und nicht, wie unser Schulterblatt dabei bewegt.

Die proximale Muskulatur ist eng mit dem Tonussystem verbunden. Wir alle kennen das - wenn wir "angespannt" sind, dann zeigt sich das an der Muskulatur im unteren Rücken und im Schulternackenbereich - und nicht in unseren Fussmuskeln. Dies und die geringe Präsens der rumpfnahen Muskulatur in unserer Aufmerksamkeit führt zu dem Missverständnis, dass wir diese proximalen Bewegungsanteile nicht beeinflussen können.

Wann hat die proximale Muskulatur seine Bewegungen erlernt? Müssen wir wissen, wie wir das Schulterblatt bewegen oder wie wir mit der Beckenmuskulatur die Beine ausrichten?
Wenn wir das Glück hatten, eine große Auswahl an Bewegungsmöglichkeiten zu erlernen, dann müssen das nicht wissen: unser System sucht automatisch die Bewegung aus, die ökonomisch, dh einfach ist. Die Schwierigkeiten fangen dann an, wenn diese große Spannbreite der proximalen Bewegungen nicht erlernt wurde oder aus verschiedenen Gründen im Verlauf des Lebens verloren ging. "One size fits all" - dies geht auf die Dauer nicht gut: durch Fehlbelastungen kommt es zu Gelenkproblemen und der andauernde Einsatz nicht ökonomischer Bewegungen gibt uns das Gefühl, das Leben sei anstrengend und mit uns selbst sei etwas nicht in Ordnung.

An diesem Wochenende werden wir Zeit und Raum haben, unbefangen das Zusammenspiel von proximal und distal zu entdecken. Unabsichtlich absichtlich entwickeln sich so Bewegungsvarianten und das Zusammenspiel wird einfacher. Dieses Entdecken leichter Bewegungen erinnert uns an unsere Möglichkeiten und unser Potential.

Und wie immer in Feldenkrais geht es nicht um einzelne Bereiche oder Funktionen, sondern um den ganzen Menschen. Das Leben kann einfacher werden, wenn Sie lernen Unnötiges wegzulassen und ihre Absichten klarer in Handlungen umzusetzen.


- Feldenkrais Tageskurs - Sa 25.05.2019: " Kiefer"

Der Kiefer ist unsere fünfte Gliedmaße, die auch noch essen und sprechen kann. Auch wenn es zunächst scheint, dass er nichts mit der Fortbewegung zu tun hat wie unsere Beine, besteht doch eine Verbindung zu unserer Aufrichtung. Noch klarer ist seine Funktion im Hinblick auf die Ausrichtung zur und den Austausch mit der Außenwelt.
Anders als die anderen Gliedmaßen ist der Kiefer mittig, dh nicht einer Körperseite zuzuordnen. Dadurch scheint seine Funktion einfacher, weniger differenziert; aber sie ist lediglich tiefer verankert. Zusätzlich ist der Kiefer auch eng mit unserer Gefühlswelt verbunden; ob wir uns gerade irgendwo festbeißen oder der Unterkiefer vor Überraschung herunterfällt - die Kieferbewegung ist Ausdruck dieser Emotion.

Funktionell sind die Verbindungen eng zur Nackenmuskulatur und zur Schluckfunktion; zu den Elementen des Sprechapparates hat sich diese Verbindung im evolutionären Verlauf der Aufrichtung verändert und differenziert.
Wie kann die Funktion des Kiefers verbessert werden? Wie angepasst kann die Kraftentwicklung beim Kauen sein? Wie frei kann der Hals bleiben und wie frei ist die Beweglichkeit des Kiefers? Wieviel Raum habe ich zum Öffnen des Kiefers? Wie kann dieser Raum größer werden? Wo hört Loslassen auf und wo beginnt aktives Öffnen? Wie nutze ich den Kiefer zum Sprechen und um mich mitzuteilen?

In diesem Tageskurs werden wir Zeit und Raum haben, einige dieser Funktionen zu klären.
Wir können erfahren, wie Leichtigkeit entsteht, wenn wir Überflüssiges weglassen und den Kiefer klarer in unser Selbstbild integrieren.
Aber - wie immer in der Feldenkrais-Methode - geht es nicht nur um den Kiefer sondern den ganzen Menschen und Eure Lernfähigkeit.





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Einzelstunden - Funktionale Integration
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